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NUMISMATISCHE GESELLSCHAFT
ZU BERLIN e.V., gegr. 1843

'Belehrung und Unterhaltung im Fache der Münzkunde ...'
(Aus den Statuten der Gesellschaft 1844)

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Nachrichten

Henri Balan am 5. Dezember 2020 verstorben / Nachruf

8. Januar 2021

Im letzten Monat ist der Ehrenvorsitzende der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin, Dr. Dr. Ernst-Henri Balan, von uns gegangen. Prof. Bernd Kluge erinnert an den Verstorbenen.

Dr. Dr. Ernst-Henri Balan (1938-2020)

Am 5. Dezember 2020 ist der Ehrenvorsitzende der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin, Dr. Dr. Ernst-Henri Balan, nach langer schwerer Krankheit verstorben. Mit über 51 Mitgliedsjahren ist er nach dem Gründervater Hermann Dannenberg (1824-1905), der es auf 63 Mitgliedsjahre brachte (1843-1905), das langjährigste Mitglied in der 175-jährigen Gesellschaftsgeschichte.

Der am 10. Januar 1938 in Halberstadt geborene Ernst-Henri Balan flüchtete nach einem Medizinstudium in Rostock aus der DDR nach Westberlin. Ein Schlaganfall, dessen Folgen ihn lebenslang zeichneten, setzte der beruflichen Karriere des mit zwei Doktortiteln ausgezeichneten Arztes ein frühes Ende.
1969 trat er in die Numismatische Gesellschaft ein, in deren Vorstand er als Zweiter Vorsitzender und als Schriftführer über 30 Jahre von 1977 bis 2009 mit nur kurzer Unterbrechung 1991/92 tätig war. Von 1975-1979 hatte er die Schriftleitung der Berliner Numismatischen Zeitschrift inne, von der er noch Band IV (Hefte 37-41, 1975-1979) herausbrachte, bevor die Zeitschrift auf Grund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung und der von der Gesellschaft nicht mehr zu stemmenden Finanzierung ihr Erscheinen einstellen musste. Nach der deutschen Wiedervereinigung war Balan ein entschiedener Verfechter des neuen Kurses von der alten Westberliner hin zur Gesamtberliner Gesellschaft und dem Zusammengehen mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin. Die zum 150-jährigen Gesellschaftsjubiläum 1993 publizierte Festschrift besaß in ihm ihren Herausgeber, und das Hochhalten der wissenschaftlichen Tradition der monatlichen Sitzungen war ihm immer ein besonderes Anliegen. Mit bewunderungswürdiger Selbstdisziplin hat er sein Engagement für die Gesellschaft trotz aller gesundheitlichen Beeinträchtigung aufrechterhalten. Als er 2010 aus der Vorstandsarbeit ausschied, hat ihn die Gesellschaft wegen seiner Verdienste zu ihrem Ehrenvorsitzenden ernannt, eine Ehrung, die in der 175-jährigen Geschichte der Gesellschaft nur 1893 dem Gründungsmitglied von 1843 und langjährigen Vorsitzenden Hermann Dannenberg sowie 1993 einem der Neubegründer von 1948 und langjährigem Vorstandsmitglied Gerhard Goedecke zuteil wurde. Die Numismatische Gesellschaft zu Berlin verneigt sich vor ihrem verstorbenen dritten Ehrenvorsitzenden.
Möge ihm die Erde leicht sein.

IKMK überschreitet 50.000 Objekteinträge

5. Januar 2023

Am heutigen Tage hat der IKMK des Münzkabinetts Berlin die Anzahl von 50.107 Objekteinträgen erreicht. Davon stammen 50.000 Münzen, Medaillen, Marken, Prägegeräte und Papiergeldscheine aus dem Bestand des Münzkabinetts sowie 107 Medaillen der Stiftung James Simon aus der Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.
Diese verteilen sich auf 29.479 antike Münzen, 7.487 des Mittelalters, 9.570 neuzeitliche Gepräge sowie 2.975 Medaillen und 517 Papiergeldscheine (79 incerti).

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