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NUMISMATISCHE GESELLSCHAFT
ZU BERLIN e.V., gegr. 1843

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Veranstaltungen

Eröffnung der Sonderausstellung des Münzkabinetts Lange Finger - Falsche Münzen. Die dunkle Seite der Numismatik

16. Mai 2024

Eröffnungsveranstaltung am 16.5.2024 um 18 Uhr s.t. im Gobelinsaal des Bode-Museums.

Die Ausstellung nimmt die dunkle Seite der Numismatik in den Blick. Ebenso alt wie das geprägte Geld selbst sind die Verbrechen, die damit verbunden sind. Die werthaltigen Münzen und Medaillen sind Ziel von Diebstahl, Raub und Unterschlagung, das im Bode-Museum ansässige Münzkabinett hat dies in der jüngsten Zeit wieder erfahren müssen.

Diebstahl, Raub und Verbrechen gegen den Kulturgutschutz sind kein spezifisch numismatisches Problem; die Handlichkeit der Objekte macht die Münzen und Medaillen allerdings besonders anfällig für diese Verbrechen.
Schwerpunktmäßig behandelt die Ausstellung Falschmünzerei und Münzfälschungen.Falschmünzen für den Geldumlauf sind abzugrenzen von den Münzfälschungen, die seit der Renaissance speziell für Sammler hergestellt wurden und bis heute werden.

Falschmünzerei und Münzfälschungen sind ein spezifisch numismatisches Phänomen. Falschmünzen werden von Privaten, aber gelegentlich auch von staatlichen Stellen gefertigt und stellten in Zeiten, in denen Münzen die einzigen Zahlungsmittel waren, ein ernsthaftes Problem dar, das im schlimmsten Fall zu einer Destabilisierung der Wirtschaft führen konnte. Sind Münzfälschungen heute, mit der abnehmenden Bedeutung des Münzgeldes, eine eher marginale Erscheinung, bereitet die Erkennung von immer raffinierteren Fälschungen von Sammlermünzen immer größere Schwierigkeiten.
Die Produkte berühmter Falschmünzer, etwa Friedrichs des Großen, werden in der Ausstellung vorgestellt und die Frage der Grenzziehung zwischen entwertetem Geld und Fälschung gestellt.

Breiten Raum in der Ausstellung nehmen die Techniken der Falschmünzer und Münzfälscher und die Erkennungsmethoden der Münzfälschungen ein. Auch die Strafen für Falschmünzer im Laufe der Zeit werden dargestellt.
Im Münzkabinett befinden sich neben 540.000 geldgeschichtlichen Objekten auch einige tausend Falschmünzen und Münzfälschungen, die seit dem 19. Jahrhundert gezielt gesammelt werden. Von einigen der berühmtesten Münzfälscher, etwa Nicolaus Seeländer (1682–1744) und Carl Wilhelm Becker (1772–1830) beherbergt das Münzkabinett einzigartige Bestände bis hin zu den benutzten Werkzeugen, aber auch archivalische Quellen.

Johannes Wegener, M.Ed. (Univ. Göttingen): Zwischen negativer Erinnerung und positivem Ausblick - Kistophoren des Octavian-Augustus in den 20er Jahren v. Chr.

6. Juni 2.2024

Vortrag am Donnerstag, den 6. Juni 2024, um 18 Uhr s.t. im Studiensaal des Münzkabinetts. Gäste sind willkommen.

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